Das kleine hübsche Dorf S.

Der Stall



Schon seit einigen Jahren hatte ich vor, den alten baufälligen Stall abzutragen und in ähnlicher Form wieder aufzubauen.

Im Winter 2006/7 reifte der Plan, mit dem neuen Gebäude einen Raum zu schaffen, der auch für Veranstaltungen taugen sollte.

Im Frühjahr letzten Jahres erhielt ich die Baugenehmigung für ein Stall-, Lager- und Werkstattgebäude, keine Selbstverständlichkeit in einem Dorf, das baurechtlich dem Außenbereich zugerechnet wird.

Werkstatt bedeutet, dass es auch eine Heizmöglichkeit geben kann.

Gleichzeitig entwickelte sich um den für das letzte Sommerfest errichteten Backofen ein reger Betrieb, der sich zu einem einmal die Woche stattfindenden Pizzaabend mit Freunden und Nachbarn verfestigte und sich guten Besuches erfreut.

Es lag nahe, das neue Gebäude so weiterzudenken, dass es verschiedene Nutzungen in sich aufzunehmen vermag.

Ein Theaterraum mit kleiner Bühne, einen Zuschauerraum mit Parkett und Rang.

Das Gebäude kann ebenso als Probenraum, Studio, Bewegungsraum, Partyraum und Atelier genutzt werden. Oben, auf Höhe des Ranges, werden auch spartanische Übernachtungsmöglichkeiten für vier bis sechs Personen vorgesehen.

An den „Saal“ schmiegt sich der Gebäudeteil, der den Brotbackofen, den Gastraum und die Toiletten enthält.

Die beiden Gebäudeteile können voneinander abgetrennt sein oder durch Öffnen von Fenstern und Türen miteinander verbunden werden. Der wöchentliche Pizzatermin soll beibehalten werden, ein Kulturtermin pro Monat (Theater, Konzert etc.) würde das Dorf bereichern ohne belastend zu sein. Je nach Bedarf und Interesse könnten auch gelegentlich Filmabende oder Vorträge stattfinden, darüberhinaus stellt der „Saal“ einen guten Versammlungsraum dar.

Die Konstruktion

Das Gebäude wird als traditioneller Fachwerkbau auf einem soliden Fundament errichtet. Die Ausfachung erfolgt mit Lehm, der direkt aus der Baugrube gewonnen werden kann.

Die Außenwände werden in horizontaler Stülpschalung mit unbesäumten Kiefernbrettern verkleidet. Das Gebäude erhält einen schwedischroten Ölfarbanstrich. Das Dach ist als Grasdach geplant, woraus sich eine solide Bauweise der Konstruktion ergibt. Dach und Außenwände erhalten eine Wärmedämmung. Daß sich die Durchführung weitgehend an Gesichtspunkten der ökologischen Bauweise orientiert, versteht sich von selbst.

Im Inneren bleibt das Fachwerk sichtbar, ebenso wie die Konstruktion des Daches.

Das Gebäude vom Haus aus gesehen

Blick auf die Bühne

Verwirklichung

Es gibt eine Reihe von Unterstützern für das Projekt, die durch Arbeit, Geld, Hilfe, Rückendeckung, Zuspruch und Daumendrücken an der Verwirklichung mittun und sich auf diese Weise mit dem „Stall“ verbinden.

Bis zu dem Stadium Rohbau und provisorische Dachdeckung, bis 2. August, ist das Projekt durchfinanziert. Falls noch mehr zusammen kommt, könnte schon im Frühherbst mit der Dämmung und dem Grasdach weitergemacht werden.

Die Materialkosten für das Gesamtprojekt werden bis zur Fertigstellung zwischen zwanzig- und dreißigtausend Euro liegen. Für dieses Jahr sind zwölftausend Euro vorgesehen.

Der Sommer 2008

Da dieser Sommer sehr stark von dem Projekt Stall eingenommen sein wird und sich auf dem Gelände eine gute Dynamik entfalten wird, wäre es schön, wenn die Sommergästefreunde sich in den Zeitplan einfügen könnten, den ich mitverschicke.

Ich würde gerne dieses neue Haus zu einem Ort machen, mit dem sich alle, die später darin verkehren werden, verbunden fühlen.

Es wäre schön, wenn durch gemeinsames Tun eine solche Verbindung wachsen kann.

Zeitplan:

März: Ende März werden die Bäume abgelängt und zum späteren Sägeplatz transportiert.

Montag 31.März bis Samstag 5. April:

Das mobile Sägewerk ist da und die Bäume werden zu Balken, Kanthölzern, Brettern und Dielen gesägt.

In dieser Zeit werden kräftige Menschen gebraucht, die die fertigen Balken etc. von der Säge abnehmen und aufstapeln. Der Sägemeister sägt, drei Helfer nehmen die Balken ab und zwei weitere stapeln sie auf.

Für Gehörschutz wird gesorgt sein. Wer diese Arbeit schon einmal mitgemacht hat, weiß, daß es anstrengend, aber auch sehr schön und lustig dabei zugeht.

Für diese Arbeit braucht es dringend noch Helfer.

Donnerstag 10. April bis 31. Mai

In dieser Zeit wird geschachtet, geschalt und das Fundament gemacht. Das dauert vielleicht alles zusammen zwei, drei Wochen, die übrige Zeit arbeite ich auf dem Gelände oder bereite andere Sachen vor. Insgesamt geht es da ruhiger zu und die sims freeplay hack Arbeiten sind gemütlicher.

16. Juni bis 22. Juli Der Abbund

Inzwischen sind die Tage auch sehr lang, man ahnt schon die Mücken und Schnecken, aber am Tag ist es doch schon ganz angenehm. Nun geht es so nach und nach den Holzstapeln an den Kragen und auf einem Schnürboden, der aus der späteren Dachschalung besteht, werden die zukünftigen Fachwerkwände zugerichtet, gesägt, gestemmt, da sind schöne Arbeiten zum Plaudern, da kann man was lernen, und am Abend sitzt man noch lang beieinander, ab und zu am Brotbackofen.

Das Gebäude nimmt nun langsam Form an, doch ist es noch immer als Holzstapel stetig anwachsend gelagert. Und dann, gegen Mitte, Ende Juli, kommen immer mehr hier an und warten auf das Richten.

21. Juli bis 1. August Das Richten

Und da wird dann von allen zusammen das Haus gerichtet. Stündlich wächst es , in ihm ein Schornstein wächst mit. Das Richten ist die Belohnung. Das Richten ist ein Fest.

Und die Nächte sind lang und die Sonne steht hoch. Hoffen wir auf einen schönen Sommer, einen Paradesommer, an den sich am

2. August

ein Richtfest anschließt, wo alle, die halfen und Daumen drückten und warteten, daß sie da arbeiten können, alle die werden dasein zum Feiern. Ein Konzert, und wir bereiten das Haus vor auf sein Grasdach.

Unterbringung: Die Ferienwohnung ist dieses Jahr fest vermietet. Ich werde meine obere Etage räumen, wenn der Ansturm groß wird. Der Zirkuswagen und der Bienenwagen stehen bereit. Zeltplätze sind ohnehin kein Problem. Alles weitere kann am besten direkt abgesprochen werden.

Abgesehen von den „Arbeitsphasen“ gibt es natürlich auch etwas ruhigere Zeiten. Es soll ja trotz allem auch Urlaub gemacht werden.

Das Sommerfest ist für Ende August geplant.

By |2018-04-02T20:45:29+02:00März 15th, 2008|Haus und Hof, Uncategorized|Kommentare deaktiviert für Prolog