/, Natur und Land(Wirt)schaft/Forum „Dramatisches Insektensterben“

Liebe Freunde des gesunden Landlebens                                                                       zur Diskussion >>>

Es ist schon seit einiger Zeit sehr auffällig, daß die Insekten mehr und
mehr aus unserem Lebensumfeld verschwinden. Wir hatten hier in diesem
Sommer keine Wespen mehr, kaum Wildbienen und Hummeln, keine Hornissen.
Verschiedene Käferarten, die sonst zahlreich durch den Garten
krabbelten, sind verschwunden. Infolge dieses Verlustes, der seit etwa
drei Jahren zu beobachten ist, sind auch Wasserfrösche, Kröten,
Laubfrösche fast verschwunden und auch die Vogelarten gehen stark zurück.

Nun haben selbst die Mainstreammedien davon Notiz genommen. Der
Deutschlandfunk sendete am 19.10. ein kurzes Feature, in dem eine
europäische Studie vorgestellt wird, die gestern im Fachmagazin „PLoS
One“ erschien Und auch in der Tagesschau wurde berichtet. Der
Insektenbestand selbst in deutschen Schutzgebieten ist in den letzten 27
Jahren um Dreiviertel zurückgegangen. In landwirtschaftlich geprägten
Zonen sieht es noch schlimmer aus.  Das Interview mit dem Leiter der
Studie findet ihr im Anhang, auch als PDF – bitte zum Weiterverteilen.

Das geht uns alle an. Es werden tatsächlich Verbindungen zum
Pestizideinsatz der Landwirtschaft gezogen. Den Verdacht hatten im
ländlichen Raum ja schon Viele…..

Wenn tatsächlich der Pestizideinsatz beim Insektensterben eine Rolle
spielt, dann haben wir nicht mehr viel Zeit, eine schlimme Katastrophe
zu verhindern. Dann müssen diePestizide sofort verboten werden, die auf
so dramatische Weise in den Naturhaushalt eingreifen.

Die Chemiekonzerne tragen mit diesen verbrecherischen Produkten die
Verantwortung für eine schlimme Umweltkatastrophe. Diese Gifte sorgen
dafür, daß durch die Saatgutbeizen und andere Gifte, das Bodenleben
zerstört wird, die Böden völlig degradieren (Eigentlich auch eine
Zerstörung des Eigentums der Landwirte), die Bestäuber ausfallen,
infolge Vögel und Kleinsäuger. Die Nahrungskette wird also vom Beginn
her zerstört.

Mit unseren Steuern bezahlen wir die Giftspritze die vor unserer Haustür
vorbeifährt, unsere Gesundheit schädigt und unsere Lebenszeit verkürzt.
Und gleichzeitig durch Lebensmittel zu Dumpingpreisen die Märkte in
Entwicklungsländern zerstört. Damit muß jetzt Schluß sein.

Vielleicht findet ja das Thema sogar einen Weg in die derzeitigen
Koalitionsverhandlungen, obwohl ich bei den beteiligten Parteien wenig
Hoffnung habe.

Wir müssen dafür sorgen, daß diese lebensfeindliche Politik der
Chemiekonzerne gestoppt wird. Der ländliche Raum darf nicht zur
Giftmüllkippe der Konzerne werden. Die Landwirtschaft muß aus diesem
System aussteigen.

Ich hoffe es findet sich ein interessierter Kreis, der im kommenden
Winter weiter an diesem Thema arbeitet und die Agrarwende vor Ort begleitet.

Boris Hruschka

Hier der Link zum Nachhören der Sendung (ggf. Insektensterben in suchmaske eingeben)>>> 

. und hier der Text des Interviews als Pdf Anhang zum download und weiterverteilen >>>

Der folgende Link ist eine kleine Anfrage der Grünen im Bundestag an die Bundesregierung zum Thema Insektensterben und „Pflanzenschutzmittel“ Das Problem scheint also auch auf Regierungsseite erkannt zu sein, wie aus den Antworten hervorgeht:
Drucksache 18/13142 – 1813142.pdf >>>

By | 2017-10-24T14:37:04+00:00 Oktober 20th, 2017|Hinterland und Leute, Natur und Land(Wirt)schaft|6 Comments

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frieder-jelen
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frieder-jelen

Mir ist die Tatsache des dramatischen Insektenrückgangs schon länger bewusst, auch die des Kröten- und Laubfroschrückganges. Wir beobachten das Geschehen in unserem eigenen großen Garten, aber auch im alten Middelhägener Pfarrgrundstück. Wir haben sehr viele Frühlingsblüher. Mancher kennt nicht nur die Märzenbecherwiese im Gutspark Phillipshagen, sondern auch bei uns. Ich habe eine Krokuswiese und eine Streuobstwiese angelegt und haben wirklich viel weniger Honigbienen, Wildbienen und auch… Weiterlesen »

klaus berlin
Gast
klaus berlin

Bei mir vor der Haustür wird seit 10 Jahren direkt im Lanschaftsschutzgebiet jedes Jahr nur Mais angebaut. Vorher wird natürlich jede Menge Gülle und Chemie auf den Acker gesprüht.
In diesem Jahr hatte ich kein Obst mehr. Nichts, keine Äpfel, keine Pflaumen, keine Kirschen, keine NÜsse. Bei meinem Nachbarn genauso. Ein paar 100m weiter gibt es aber Äpfel und Nüsse.
Das Insektensterben als Ursache ist die wahrscheinlichste Erklärung.

CAROLINE RING
Gast
CAROLINE RING

Selbst die konservative Springerpresse widmet dem Thema heute seinen Leitartikel: (zitert aus „DIE WELT“ vom 23.10.2017) Das Verschwinden der Insekten betrifft alle Menschen. Hier geht es um viel mehr als nützliche Honigbienen oder nervige Stechmücken. Insekten sind die größte Tiergruppe weltweit, sowohl in ihrer Vielfalt als auch in ihrer Masse. Sie haben fundamentale Funktionen in jedem Ökosystem. Sie zersetzen Laub und Kadaver – so verhindern sie… Weiterlesen »

ole
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ole

Natürlich sind es die großen Agrochemie-Konzerne die dieses System der industrialisierten Landwirtschaft, unterstützt durch die Politik, installiert haben. Das ausführende Glied und damit auch verantwortlich sind allerdings die Landwirte bzw. „Landbesitzer“. Aus freien Stücken zerstören sie die Böden, die Bodenfruchtbarkeit, ihr „Eigentum“! Unser aller Lebensraum.

Ralph Schmidt
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Ralph Schmidt

Der große Aufschrei war mir schon bekannt. Der Fakt war mir schon bekannt. Sehr lange schon. Ich beobachte sehr gut und schlussfolgere gezielt und das nicht nur bezogen auf diesen einen Fakt sondern umfangreich. Darum sage ich dir. Ich würde mich sehr gern an Aktionen beteiligen um zumindest auf diesem Gebiet tätig zu sein. Sehr gern sogar. Aber es hat keinen Sinn. Überhaupt keinen Sinn. Frag… Weiterlesen »

Heinrich Bohnert
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Heinrich Bohnert

Als Pestizide-Allergiker möchte ich in die Diskussion eingreifen. Jedes mal, wenn die Felder um unser Haus herum in Lipsitz gespritzt werden, stellen sich bei mir ca. 1-2 Tage später eklatante Gesundheitsstörungen in Form von Kopf-, Hals-, Gliederschmerzen und Atembeschwerden ein, wodurch ich in meiner Tätigkeit als Musiklehrer und Chorleiter sehr beeinträchtigt werde und welche ca. 1 Woche anhalten. Zur Einnahme des Antiallergikums ist es dann meist… Weiterlesen »