/Bautagebuch
Bautagebuch 2018-04-02T21:06:22+00:00

Unser Bautagebuch 2008

Lesen Sie hier, wie alles begann:

Prolog

Das kleine hübsche Dorf S. Der Stall Schon seit einigen Jahren hatte ich vor, den alten baufälligen Stall abzutragen und in ähnlicher Form wieder aufzubauen. Im Winter 2006/7 reifte der Plan, mit dem neuen Gebäude einen Raum zu schaffen, der auch für Veranstaltungen taugen sollte. Im Frühjahr letzten Jahres erhielt ich die Baugenehmigung für ein Stall-, Lager- und Werkstattgebäude, keine Selbstverständlichkeit in einem Dorf, das baurechtlich dem Außenbereich zugerechnet wird. Werkstatt bedeutet, dass es auch eine Heizmöglichkeit geben kann. Gleichzeitig entwickelte sich um den für das letzte Sommerfest errichteten Backofen ein reger Betrieb, der sich zu einem einmal die Woche stattfindenden Pizzaabend mit Freunden und Nachbarn verfestigte ...
Weiterlesen …

Eine Kutschfahrt

. 16.März 2008 Vielleicht gelingt ja sowas wie ein kleines Tagebuch. Gestern beim Zusammenstellen des ersten Blogs fielen mir ein paar schöne Photos in die Hände, von denen einige als Untermalung nun in den Text gebastelt werden sollen, da sich baumäßig auf dem Grundstück noch nicht soviel tut. Daniel und ich sind per Netz auf der Suche nach einem Kettenstemmer. Das ist ein Gerät, mit dem man die Zapfenlöcher in Balken fräsen kann. Ein gutes Gerät dieser Art kostet gebraucht etwa tausend Euro, das ist kein Pappenstiel, und so überlegen wir, ob wir demnächst einen bei Ebay schießen sollen, der sich dann nach Ende der Bauarbeiten wieder verkaufen lässt ...
Weiterlesen …

Vor dem Sägen

Vor dem Sägen Dienstag, 25. März 2008 Mit Kristof gemeinsam reiße ich den letzten Rest des alten Stallgebäudes ab. Jetzt ist das Baufeld frei. Mittwoch, 26. März 2008 Beim allwöchentlichen Mittwochstermin laufen die Absprachen mit Heinrich. Er wird am Samstag zum Stapeln der Bäume kommen. Veit ist zu Besuch. Wir sprechen während der Backvorbereitungen über die Struktur der Baustelle. Wer kann den Überblick behalten, wie werden Helfer eingebunden? Soll man Profis engagieren und wie verträgt sich das mit der "ehrenamtlichen" Hilfe? Ich führe die noch nicht ganz geklärte Finanzierung ins Feld. Wir sollten nicht zu früh teure Entscheidungen treffen. Erst soll die Sägeaktion abgeschlossen sein. Donnerstag, 27. März 2008 ...
Weiterlesen …

Der Plan

Nach dem Sägen Samstag, 5.April 2008 Tobias reiste noch in der Nacht ab, um den Samstag in der Schärfkammer verbringen zu können. Die Anstrengung der letzten Tage kommt uns erst allmählich zu Bewußtsein, nachdem die Sägewoche wie ein Rausch verflog. Das Wochenende wird wirklich ein Wochenende. Für Freunde der Zahlen und der Statistik seien hier noch einige Positionen benannt. Laut Rohholzliste der gräflichen Forstverwaltung haben wir 52 Festmeter Kiefer und 5 Festmeter Eiche verarbeitet. Das entspricht in unserem Fall 38 Kiefern zwischen 7 und 18 Metern Länge und einem Durchmesser zwischen 32 und 52 Zentimetern. Das sind also recht kapitale Bäume, etwa 120 Jahre alt. Bei der Eiche handelte ...
Weiterlesen …

Viel Holz

Samstag, 12. April 2008 Ich richte mir eine Ecke im "Rittersaal" als Baubüro ein, Ein Schaukasten wird gepolstert und mit einem alten Kakaosack gepolstert und dient jetzt als Pinnwand. Sonntag, 13. April 2008 Wonni und ich bauen Auflager für die Kanthölzer, die bald vom Sägeplatz zum Baufeld gefahren werden sollen, da sie auf dem Sägeplatz nur sehr provisorisch gestapelt sind. Montag, 14. April 2008 Auch heute bauen wir Auflager und stapeln die besäumten Bretter am Pferdestall. Dienstag, 15. April 2008 Wir richten die Sommerbühne als Werstatt ein, wer weiß welche Regenzeiten uns bevorstehen. Der große Schraubstock wir montiert und die beiden Säulen zum Schälen aufgebockt. Am Spätnachmittag spannen wir ...
Weiterlesen …

In die Tiefe

Montag, 21. April 2008 Den ganzen Tag entferne ich den alten Ziegelfußboden und staple die Steine auf, da sich das Zertrümmern als zu zeitraubend erwiesen hat und es immer sinnvoll ist ein paar alte Backsteine für Gartenwege etc auf dem Gehöft zu haben. Dienstag, 22. April 2008 Ich beende das Abtragen des Fußbodens und beginne zu schachten. Am Nachmittag reist Frank an. Er kennt das Modell noch nicht, wir gehen das Baufeld ab und betrachten uns das ganze unter dem Aspekt des Theaterraumes. Die Notwendigkeit einer Rampe wird diskutiert. Frank meint es ist eine ganz drastische Einschränkung für einen Bühnenraum, wenn das ganze Geschehen hinter das Portal verdrängt wird. Auch ...
Weiterlesen …

Die Gründung

Donnerstag, 1. Mai 2008 Endlich regnet es. Ein herrlicher Frühlingsregen. Ein Feiertag, ein freier Tag. Ich finde vor dem Zirkuswagen eine kleine sehr hübsch bearbeitete Pfeilspitze. Freitag, 2.Mai 2008 Am Vormittag rolle ich Steine im Wall, damit der "Turm" den Aushub aufnehmen kann. Später steigen Wonni, Andreas und Achim beim Entrinden ein. Wir haben ein nettes gemeinsames Mittagessen in der "Pizzaria" und machen am Nachmittag weiter. Es ist sehr warm und die Sonne sticht gewaltig. Samstag, 3. Mai 2008 Ich bereite die Lesung in Gingst vor. Sonntag, 4. Mai 2008 Wonni und ich schachten den Fundamentgraben, Es soll zunächst ein Streifen Beton gegossen werden, dann eine schmale Ziegelwand gemauert und ...
Weiterlesen …

Stein um Stein

Freitag, 9.Mai 2008 Ich klare das Grundstück, Aurelian macht Tourismus auf Hiddensee und Wonni mauert die ersten drei Reihen der Südseite. Samstag, 10.Mai 2008 Wir bringen Aurelian zum Bahnhof und besorgen zwei Partyzelte. Die Sonne brät erbarmungslos auf die Baustelle und die Strohüte genügen nicht mehr. Ich pflanze Tomaten in die "Pizzaria", Wonni mauert weiter an der Südseite. Sonntag, 11.Mai 2008 Ruhetag Montag, 12.5.2008 Ich sense am Wall, fahre Steine und pflanze Verschiedenes im Garten um. Wonni mauert. Es wird etwas kühler, ein leichter Wind kommt auf. Dienstag, 13.Mai 2008 Wonni mauert, ich karre Steine, beginne die alte Garagenplatte abzureißen. Mittwoch, 14.Mai 2008 Noch eine Monat bleibt ...
Weiterlesen …

Wandergesellen

Sonntag, 18.5.2008 Am Nachmittag, als die Geburtstagsrunde in der Sonne das Leben genießt, stehen plötzlich zwei Wandergesellinnen im Garten. Eine von ihnen ist Gunda, die Schneiderin, die vor anderthalb Jahren mit Ulf dem Schmied einige Zeit hier im Ort verbrachte. So eine Freude. Sie bringt eine junge Tischlerin los, Jaqueline. Die beiden werden ein paar Tage bleiben. Am Abend gibt es ein großes Spargelessen, das Abschiedsessen für Matthias und seine Feierrunde, die ihm zu seiner Frühjahrskur gefolgt ist. Montag, 19. Mai 2008 Am Vormittag reisen Matthias und Dirk ab. Gunda und Jaqueline machen sich ans Bretterschälen. Wonni und ich gießen drei Stunden lang Beton. Der Kettenstemmer ist eingetroffen und ...
Weiterlesen …

Vor dem Abbund

Vorab der aktualisierte Zeitplan: Wir liegen ganz gut in der Zeit. Soviel zunächst. Der Abbund kann planmäßig ab dem 16. Juni beginnen. Die geschweiften Streben und das Sprengwerk sind fertig. Die Maurerarbeiten am Hauptgebäude werden bis zum 12. Juni abgeschlossen sein. Quartiere stehen bereit. Das Richtfest mit dem Benefizkonzert Rainalds wird am 2. August planmäßig stattfinden. Nun die letzte Woche im Überblick. Sonntag, 1. Juni 2008 Mit meinem Vater besuche ich die Insel Vilm. Montag, 2. Juni 2008 Gunda und Jaqueline reisen weiter. Wonni hatte die Seuche inzwischen auch erwischt. Er kommt mit dem Fahrrad und mauert den ganzen Tag. Christian beendet die sichelförmigen Kopfbänder und macht sich ...
Weiterlesen …

Der Abbund

Samstag, 21. Juni 2008 Sonnenwende, der längste Tag. Christian und Martin machen sich an die Eichenschwelle. Die Eckverbindungen werden mit einem "französischen Druckblatt" gearbeitet. Es gibt noch einige Verwirrung, da die Schwellen wegen eines Problems beim Aufsägen zum Teil keinen Quadratischen Querschnitt haben, so daß mit dem Hobel nachgearbeitet werden muß. Am Abend liegt die Schwelle halbwegs und die Probleme sind erkannt. Wir fahren alle gemeinsam zu Heinrichs Gartenfest. Sonntag, 22. Juni 2008 Am Vormittag kümmere ich mich um den Garten, nachmittags machen wir einen Ausflug an den Nordstrand und zu den Kreidefelsen. Montag, 23. Juni 2008 Ab heute stößt Veit dazu. Martin und Christian korrigieren die ...
Weiterlesen …

Die Knoten

Mittwoch, 2.Juli 2008 Am Morgen erreicht uns die Nachricht, daß Veit für einige Zeit aus familiären Gründen ausfällt.. Daniel richtet die bislang stehenden Wandteile aus und vernagelt die Rähme Ostseite. Ausrichten heißt in diesem Fall: mit dem Maßband werden die Winkeldiagonalen überprüft, die Höhen nachgemessen, dann werden die Teile mit dem Vorschlaghammer, dem "Überzeuger" korrigiert. Die Zapfenlöcher werden gebohrt, die zuvor befeuchteten Holznägel eingeschlagen. Vor der abendlichen Pizzaria wird das Grundstück aufgeräumt und die Zutaten werden geschnibbelt. Am Abend ist mächtig Betrieb. Von Woche zu Woche kann man das Gebäude wachsen sehen, das zieht die Freunde an. Donnerstag, 3.Juli 2008 Der Nachpizzatag beginnt mit Aufräumen und Spülen. Daniel, Wonni und ...
Weiterlesen …

Der erste Rang

Donnerstag, 24. Juli 2008 Veit und Daniel nageln die Deckenbalken auf und passen dann die Schwelle im Obergeschoß an. Am Abend werden die ersten Wandelemente gerichtet. Frank, Alfred und ich schaffen die Fußbodendielen für das Obergeschoß ran, sortieren sie durch und beginnen sie zu verlegen. Am Abend kommt es zu langen Klimawandelgesprächen mit Rainald. Freitag, 25. Juli 2008 Veit und Daniel vernageln die gestern gestellten Wandelemente mit Holznägeln und passen die Streben ein, dann richten sie die erste Etage. Frank und ich besäumen die Fußbodenbretter. Ich schnitze Holznägel. Wonni mauert die Fundamentsockel der Nebengebäude. Samstag 26. Juli 2008 Daniel beginnt den Boden ...
Weiterlesen …

Der Countdown läuft

Sonntag, 27. Juli 2008 Alle Räder stehen still. Am Abend habe ich ein Gespräch mit Erika Pauline Fechner, der Pastorin und Ekkehard Prophet, dem ehemaligen Intendanten vom Brandenburger Theater und Rüganer aus Samtens. Es geht um die Form der Richtfeier, welchen Segen werden wir aussuchen, wie kirchlich darf die Veranstaltung sein. Es soll ein weltlicher aber spiritueller Festakt werden. Wir entscheiden uns für den Wall als Beginn. Aus dem Erdbauwerk, das gleichzeitig wie das Theater entstand, soll die Richtkrone zum neuen Gebäude getragen werden. Am Abend treffen Claudia und Wonni ein. Später kommen Ulf und Frank, dann steht Jaqueline im Garten und kündigt eine Freundin, Kirsi an. Claudia brachte ...
Weiterlesen …

Das Richtfest

Samstag, 2. August 2008 Um fünf Uhr beginnt derRichtfesttag mit dem Sortieren von Werkzeugen. Um elf Uhr soll der Festakt im Wall stattfinden und bis dahin ist noch viel zu tun. Heiko baut weiter die Ton und Lichttechnik auf. Die verschiedenen Verköstigungsstände werden eingerichtet. Der Backofen wird eingeheizt. Veit montiert noch schnell ein Treppengeländer. Aber die Hauptaktivitäten sind das Aufräumen und Hübschmachen des Geländes, der Baustelle. Und dann versammeln sich alle im Wall, der ja aus dem Baugrubenaushub zuendegestaltet wurde. Es ist wunderschön sonnig und sehr heiß. Frank leistet Erika Pauline Fechner Beistand, die als Pastorin und Freundin des Projektes ein Grußwort an die Runde richtet. ...
Weiterlesen …
Wird geladen...